MGEPA Patientenbeauftragte - Menschen mit Behinderungen – Stationäre Versorgung

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Büro des Patientenbeauftragten

Anschrift: Gesundheitscampus-Süd 9, 44801 Bochum
Telefon: 0234 91535 1910

E-Mail: info(at)patientenbeauftragter.nrw.de

Patiententelefon: 0234 91535 1940
(MO-FR 9.00-18.00 Uhr in Kooperation mit „NRW direkt“)

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Menschen mit Behinderungen – Stationäre Versorgung

Die mehrfachbehinderte 10-jährige Tochter von Frau B. ist unregelmäßig Notfallpatientin in einer Kinderklinik. Das Mädchen ist nachtaktiv. Ohne spezielle Sicherungsmaßnahmen besteht ein hohes Risiko, dass die Patientin aus dem Bett fällt. Bisher konnte sie während stationärer Aufenthalte in einem 70cm x 140cm großen Kinderbett mit hohem Gitter sicher untergebracht werden. Mittlerweile ist dieser Bettentyp jedoch zu klein, so dass ein mindestens 90cm x 200cm großes Pflegebett mit einem adäquaten Rausfallschutz benötigt wird, um die Sicherheit während der Nacht zu gewährleisten.

Da die Kinderklinik, trotz mehrfacher Anfrage von Frau B. bei der zuständigen Pflegebereichsleitung, ein derartiges Bett nicht zur Verfügung stellen wollte, wandte sich Frau B. an das Büro des Patientenbeauftragten und bat um Unterstützung. Hier erhielt sie erste konkrete Informationen über ihre Beschwerdemöglichkeiten: Im Krankenhaus stehen ihr das Beschwerdemanagement und die Patientenfürsprecherin als Ansprechpartner zur Verfügung.

Frau B. informierte in der Folge das Büro des Patientenbeauftragten kontinuierlich über Zwischenergebnisse ihrer Beschwerdeführung, die leider nicht zu einer zufriedenstellenden Lösung führte. Das Krankenhaus weigerte sich weiterhin, dass große Pflegebett mit dem notwendigen Rausfallschutz zu beschaffen. Die Option einer nächtlichen Sitzwache konnte ebenfalls nicht garantiert werden. Als sichere Alternative schlug das Krankenhaus eine Fixierung der jungen Patientin vor, welche Frau B. jedoch ablehnte und erneut um Unterstützung bat.

Ausgestattet mit der Vollmacht der Mutter nahm das Büro des Patientenbeauftragten Kontakt mit der zuständigen Pflegedienstleitung des Krankenhauses auf und bat intensiv und mit Hinweis auf die rechtlichen Rahmenbedingungen um eine konstruktive Lösung des Problems im Sinne des 10-jährigen Mädchens.

Tatsächlich überdachte die Klinik den Sachverhalt noch einmal und beschaffte anschließend doch das notwendige Pflegebett, welches fortan für den Fall einer Notfallbehandlung der vorgehalten wird. So konnte letztendlich erreicht werden, dass die Klinik ihrem Versorgungsauftrag nachkommt und die Leistungen, die gemäß § 39 SGB V „im Einzelfall nach Art und Schwere der Krankheit für die medizinische Versorgung der Versicherten im Krankenhaus notwendig sind, insbesondere ärztliche Behandlung (§ 28 Abs. 1), Krankenpflege, Versorgung mit Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, Unterkunft und Verpflegung, vorgehalten werden.

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