MGEPA Patientenbeauftragte - Nachrichtenarchiv 2013

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Seiteninfo

Büro des Patientenbeauftragten

Anschrift: Gesundheitscampus-Süd 9, 44801 Bochum
Telefon: 0234 91535 1910

E-Mail: info(at)patientenbeauftragter.nrw.de

Patiententelefon: 0234 91535 1940
(MO-FR 9.00-18.00 Uhr in Kooperation mit „NRW direkt“)

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Nachrichtenarchiv 2013

20.11.2013 / Im Fokus

Dokumentation der Netzwerktagung: „Zusammen Wege gehen.“

Am 19. September 2013 fand in Bochum die Tagung „Zusammen Wege gehen“ für Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher, die sich ehrenamtlich in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern engagieren, statt. Im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Nordrhein-Westfalen (MGEPA) und gemeinsam mit dem Patientenbeauftragten NRW und der nordrhein-westfälischen Krankenhausgesellschaft (KGNW) hat das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) die Veranstaltung durchgeführt, um

  • das Engagement der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher zu würdigen,
  • das Potenzial dieses besonderen Ehrenamts für die Patientinnen und Patienten und die Krankenhäuser bewusst zu machen,
  • Informationen und Hilfestellungen zu bieten und
  • die landesweite Vernetzung zu unterstützen.

Aktuell ist die Dokumentation zur Veranstaltung auf den Internet-Seiten des LZG.NRW bereitgestellt worden. Sie kann unter www.lzg.nrw.de, Rubrik Service / Veranstaltungen, oder über den Direktlink aufgerufen werden.

Neben den Hauptvorträgen finden sich viele Beiträge aus den Workshops, einige Portraits der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher sowie eine Fotostrecke, die viel von der Atmosphäre der Veranstaltung vermittelt.

Schon jetzt hat sich gezeigt, dass es zu weiteren lokalen Vernetzungen und Treffen von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern gekommen ist. Mit Fragen oder Anregungen können Sie sich gern an das LZG NRW (Gaby.Schuette@lzg.gc.nrw.de) oder auch an den Patientenbeauftragen NRW (info@patientenbeauftragter.nrw.de) wenden.

Dokumentation zur Veranstaltung >


08.07.2013 / Service

Zuzahlungen in der GKV

Auch nach dem Wegfall der Praxisgebühr zum 01.01.2013 müssen sich Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) an den Kosten für die stationäre Behandlung, Fahrkosten oder Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel beteiligen. Bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln müssen Versicherte zum Beispiel eine gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent des Arzneimittelpreises, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro leisten.

Damit Sie als Patientin oder Patient nicht übermäßig finanziell belastet werden, gibt es festgelegte Belastungsgrenzen, bis zu denen Sie Zuzahlungen leisten müssen. Grundlage für die Berechnung bildet die Summe aller geleisteten Zuzahlungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung.

Bei der Bemessung Ihrer individuellen Belastungsgrenze werden ausschließlich vom Arzt verordnete Mittel und Behandlungen berücksichtigt. Ohne ärztliche Verordnung gekaufte Medikamente oder angewendete Behandlungen werden dagegen nicht anerkannt. Auch private Zuzahlungen für Zahnersatz oder Ausgaben für individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) können nicht angerechnet werden.

Detaillierte Informationen mit Fallbeispielen zu Besonderheiten bei der Zuzahlung im Zusammenhang mit Fahrtkosten, bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln, bei Heilmitteln und der stationären Versorgung sowie Regelungen für chronisch kranke Patienten, haben wir für Sie auf unserer Internetseite zusammengestellt.

Informationen - Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung >


30.04.2013 / Im Fokus

Dirk Meyer neuer Patientenbeauftragter

Dirk Meyer wird neuer Patientenbeauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Er folgt zum 1. Juni 2013 auf Dr. Eleftheria Lehmann, die dieses Amt nach einem Jahr aus persönlichen Gründen abgibt.

Auf der Pressekonferenz am 29.04.2013 in Düsseldorf stellte Gesundheitsministerin Barbara Steffens den künftigen Patientenbeauftragten Dirk Meyer als "kompetent, bestens vernetzt und kommunikationsstark" vor. "Insbesondere seine langjährige Arbeit in der Selbsthilfe wird ihm bei seiner Lotsentätigkeit durch das Gesundheitswesen zugute kommen", so Steffens weiter. Zugleich dankte die Ministerin Frau Eleftheria Lehmann "für die Pionierarbeit beim Aufbau des Büros der Patientenbeauftragten auf dem Gesundheitscampus in Bochum“.

In ihrem Jahresbericht 2012 legt die scheidende Patientenbeauftragte Eleftheria Lehmann anschaulich dar, wie vielschichtig die Fragen und Hilfegesuche von Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen sind. Durch ihre Intervention gelang es, pragmatische Lösungen im Sinne der Betroffenen zu vermitteln und Patientinnen und Patienten über ihre Rechte und Möglichkeiten der Unterstützung zu informieren.

Von Mai bis Dezember 2012 haben sich fast 600 Ratsuchende an das Büro der Patientenbeauftragten gewandt. Auf die Internetseiten der Patientenbeauftragten griffen im Durchschnitt knapp 850 Nutzerinnen und Nutzer pro Monat zu. Beispiele für Hinweise auf strukturelle Defizite sind dem Bericht zufolge die als intransparent empfundenen Verfahren der Kostenübernahme bei Heil- und Hilfsmitteln, Unklarheiten bei der Einstufung durch die Pflegekassen oder Unsicherheiten beim Umgang mit dem Verdacht eines Behandlungsfehlers.

"Die Einzelfälle verdeutlichen, wo es konkret an Patientenorientierung fehlt und welche schlimmen Folgen dies für die Betroffenen mitunter hat. Aus der Summe der Beschwerden und Kontakte lassen sich aber auch strukturelle Defizite ableiten", erläuterte Ministerin Steffens.

Pressemitteilung vom 29.04.2013 | Gesundheit: Ministerin Steffens: Dirk Meyer wird neuer Patientenbeauftragter - Dank an Dr. Eleftheria Lehmann für Aufbau der Lobbystelle für Patientinnen und Patienten - Erster Jahresbericht belegt großen Bedarf an Orientierung im Gesundheitswesen.

Presseinformation des MGEPA vom 29. April 2013 >


29.04.2013 / Im Fokus

Bericht der Patientenbeauftragten NRW

Zur Stärkung der Patientenrechte, Erleichterung der Zugänge zu den vorhandenen Beratungsangeboten und Bündelung der Beschwerden und Erfahrungen von Patientinnen, Patienten sowie ihren Angehörigen hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen die Patientenbeauftragte bestellt. Seit Eröffnung des Büros der Patientenbeauftragten im Mai 2012 suchen betroffene Menschen hier Rat und Unterstützung bei der Lösung ihrer Probleme oder nutzen die Möglichkeit, sich allgemein zu informieren oder über ihre persönlichen Erfahrungen zu berichten.

Im vorliegenden ersten Bericht liegt der Fokus auf Problemlagen, wie sie aus Patientensicht in Nordrhein-Westfalen erkennbar sind. Die Analyse der eingegangenen Anfragen liefert dazu das Fundament und ermöglicht die Ableitung von Hinweisen auf Schwachstellen in der Versorgung. Nicht zuletzt enthält der Bericht Anregungen für Veränderungen mit dem Ziel, unser Gesundheitssystem stärker als bisher nach den Bedürfnissen und Erwartungen der Menschen zu richten.

Der 60-seitige 1. Bericht der Beauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Patientinnen und Patienten kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt - Der Jahresbericht 2012 >


15.04.2013 / Service

CIRSmedical – Landesweites Critical Incident Reporting System

Als Critical Incident Reporting Systeme (CIRS) werden Beinahefehler-Meldesysteme bezeichnet, die zur Verbesserung der Patientensicherheit eingesetzt werden. Dabei werden, beispielsweise über eine Online-Plattform oder die einrichtungsinterne Software in Krankenhäusern, kritische Vorfälle anonymisiert eingestellt. Experten analysieren diese Eingaben systematisch, um aus den Auswertungen Erkenntnisse zu gewinnen und konkrete Lösungs- und Verbesserungsempfehlungen zur Vermeidung solcher Vorfälle zu erarbeiten. Ziel dieser Meldesysteme ist es, die Sicherheitskultur in der medizinischen Versorgung zu stärken, aus Fehlern zu lernen und kritische Ereignisse auf Basis der gewonnenen Ergebnisse zu vermeiden.

Die Ärztekammer Nordrhein, die Ärztekammer Westfalen-Lippe und die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen haben zusammen ein derartiges landesweites Melde- und Lernsystem für medizinische Beinahefehler eingeführt. Das neue Instrument soll flächendeckend und sektorenübergreifend die Patientensicherheit in der medizinischen Versorgung in Nordrhein-Westfalen verbessern. Das Portal richtet sich primär an Ärzte, Pflegekräfte und Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Patienten können sich in der anonymisierten Fallübersicht des Portals über mögliche Fehlerquellen informieren.

Critical Incident Reporting Systeme leisten einen wichtigen Beitrag zur Fehlervermeidung und damit zur Erhöhung der Versorgungsqualität insgesamt. Das "Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten", welches am 26.02.2013 in Kraft getreten ist, sieht unter anderem die Einführung von Fehlermeldesystemen in Krankenhäusern vor.

Webseite "CIRS NRW" besuchen >


28.03.2013 / Im Fokus

Patientenrechtegesetz

Das Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten (kurz: Patientenrechtegesetz) ist am 26. Februar 2013 in Kraft getreten. Es bündelt die Rechte der Patientinnen und Patienten und schafft dadurch mehr Transparenz für alle Beteiligten im Gesundheitssystem.

Patientinnen und Patienten müssen verständlich und umfassend über erforderliche Untersuchungen, Diagnosen bzw. beabsichtigte Therapien informiert werden. Vor jedem Eingriff muss die Einwilligung eingeholt und über die konkrete Maßnahme und die damit verbundenen Risiken aufgeklärt werden. Versicherte müssen auch informiert werden, falls Kosten etwa von der Krankenversicherung nicht übernommen werden.

Die Versicherten sollen sich zukünftig Leistungen selbst beschaffen können, wenn die Krankenkassen ohne einen hinreichenden Grund über einen Antrag auf eine Leistung nicht innerhalb von drei Wochen nach Antragseingang entscheiden. Eine Fristverlängerung ist nur in bestimmten begründeten Fällen möglich. Anderenfalls muss die  Krankenkasse die entstandenen Kosten erstatten. Bei der Verfolgung von Schadensersatzansprüchen aus Behandlungsfehlern sollen die Krankenkassen künftig ihre Versicherten unterstützen.

Das Qualitätsmanagement im stationären Bereich muss zukünftig verpflichtend ein patientenorientiertes Beschwerdemanagement vorsehen. Der Gemeinsame Bundesausschuss soll Mindeststandards für Risikomanagement- und Fehlermeldesysteme in Krankenhäusern festlegen.

Der Gesetzestext kann auf den Seiten des Bundesanzeigers eingesehen werden.


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