MGEPA Patientenbeauftragte - Nachrichtenarchiv 2016

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Nachrichtenarchiv 2016

14.12.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

08.12.2016: Preisverleihung "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen"

Die Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten in der Gesundheitsversorgung muss weiter verbessert werden. Deshalb rief NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens alle Verbände, Institutionen und Fachleute in Nordrhein-Westfalen auf, sich mit entsprechenden Projekten am Wettbewerb „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2016“ zu beteiligen. „Die gesundheitliche Versorgung stärker an den Bedarfen der Betroffenen auszurichten, ihre Wünsche und Qualitätsvorstellungen besser zu berücksichtigen und Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem korrigieren: Diese Ziele sind nur durch mehr Unterstützung, Teilhabe, Information und Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten zu erreichen. Denn das Gesundheitssystem ist kein Selbstzweck, sondern muss sich den Bedürfnissen der Menschen anpassen und nicht umgekehrt“, erklärte Ministerin Steffens zum Start der Ausschreibung des diesjährigen Gesundheitspreises.

Zu den Preisträgern gehörten dieses Jahr die Projekte „Kölsch Hätz“ - Nachbarschaftshilfen des Caritasverbandes Köln, die „Patientenakademie“ der Gesellschaft für Soziale Projekte des Paritätischen NRW,  das „Patientenfürsprecher-Team“ des Klinikum Leverkusen und das „Palliativnetzwerk“ der Stiftung "Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf". Der Sonderpreis „Ich kenn mich aus“ – Unterrichts- und Schulgestaltung zum Themenfeld Gesundheit unter Berücksichtigung des Aspektes Inklusion wurde an die Ärztekammer Nordrhein / AOK Rheinland/ Hamburg vergeben.

Link zum Gesundheitspreis auf der Homepage des MGEPA >


14.12.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

07.12.2016: Ein erfolgreiches Modell breitet sich aus.

Inzwischen arbeiteten in 169 der 182 niedersächsischen Krankenhäuser Ehrenamtliche, die sich für die Belange der Patientinnen und Patienten einsetzen, teilte der Patientenschutzbeauftragte des Landes, Peter Wüst, im Rahmen der Fachtagung am 7. Dezember in Hannover mit. Die Arbeit der Patientenfürsprecher wurde in Niedersachsen im Zuge einer Änderung des Krankenhausgesetzes seit Anfang 2016 eingeführt. Ein Großteil der Ehrenamtlichen wurde vom Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen umfangreich für die Aufgabe geschult. Sie arbeiten in der Regel zwischen sechs und acht Stunden pro Woche als ehrenamtliche und unabhängige Ansprechpersonen in den Einrichtungen.

In der Veranstaltung wurden Themen bezüglich möglicher Nachbesserungen bei der Ausbildung und bei der konkreten Arbeit der Fürsprecherinnen und Fürsprecher diskutiert. Gesprächsteilnehmer waren unter anderem Martin Götz vom Bremer Gesundheitssenat, Sozialministerin Cornelia Rundt sowie Dirk Meyer, Patientenbeauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen. Insgesamt betrachtet haben Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher als Bindeglied zu den Patientinnen und Patienten vielfältige Möglichkeiten, Schwachstellen im Krankenhaus zu erkennen und gegenüber dem Träger Anregungen für Verbesserungen zu geben.

"Die Arbeit und das Engagement der unabhängigen Patientenfürsprecherinnen und Fürsprecher ist ein wichtiger Baustein für mehr Patientenorientierung in den Krankenhäusern. Es freut mich sehr, dass Niedersachsen für diese wichtige Arbeit einen gesetzlichen Rahmen geschaffen hat und finanzielle Mittel für die Aus- und Fortbildung bereitstellt.", so Dirk Meyer.

Link zum Patientenschutzbeauftragten Dr. Peter Wüst >


06.12.2016 / Im Fokus

Einführung des bundeseinheitlichen Medikationsplans

Mit dem Beschluss des E-Health-Gesetzes haben Patientinnen und Patienten seit dem 1. Oktober 2016 Anspruch auf den sogenannten bundeseinheitlichen Medikationsplan. Ziel ist es, die Patientinnen und Patienten mit dem Medikationsplan bei der richtigen Einnahme der medizinisch notwendigen Medikamente zu unterstützen. Die Voraussetzungen sind dabei mindestens drei verschreibungspflichtige Arzneimittel, die gleichzeitig eingenommen oder angewandt werden müssen. Die Anwendung muss mindestens über einen Zeitraum von 28 Tagen vorgesehen sein.

Den bundeseinheitlichen Medikationsplan, welcher die Wirkstoffe, die Dosierung, sowie Hinweise zur Einnahme der jeweiligen Arzneimittel enthält, gibt es zunächst nur in der Papierform. Ab April 2017 muss auf dem Medikationsplan einen Barcode aufgedruckt sein. Dieser enthält  die Informationen des Plans in digitaler Form und ermöglicht, unabhängig von der jeweiligen Praxis- oder Apothekensoftware, das Einlesen und Aktualisieren. Ab 2018 kann der Medikationsplan schließlich, mit Einverständnis der Patientinnen und Patienten, auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden können.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert mit Ihrer Broschüre „IHR MEDIKATIONSPLAN – DAS WICHTIGSTE IND KÜRZE“ über die neuen Regelungen zum bundeseinheitlichen Medikationsplan. Hier können Sie bei Bedarf ergänzende Informationen nachlesen.

Webseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung besuchen >


08.11.2016 / Im Fokus

"Mitreden und selbst bestimmen. NRW macht Gesundheitsversorgung besser."

Der nordrhein-westfälische Patientenbeauftragte übergibt am Dienstag den 08. November 2016, gemeinsam mit Gesundheitsministerin Barbara Steffens, seinen Jahresbericht "Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt / 2016" an die Präsidentin des Landtags, Carina Gödecke, und stellt dabei Schwerpunkte seiner Arbeit vor.

Nordrhein-Westfalen verfügt über eine qualitativ hochwertige gesundheitliche Versorgung und ein solidarisch ausgerichtetes Gesundheitswesen. Gleichwohl profitieren nicht alle Menschen gleichermaßen davon. Hierzu gehören Menschen, die sich in prekären Lebenslagen befinden, zum Beispiel durch lang andauernde Arbeitslosigkeit, durch Obdachlosigkeit oder durch eine Behinderung. Aber auch ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen scheitern immer wieder an unserem immer komplexer werdenden Gesundheitssystem. Menschen, die ihre Rechte nicht kennen oder nicht durchsetzen können, sind darauf angewiesen unabhängige und neutrale Unterstützung zu erfahren.  Ihre Bedarfe, Erfahrungen oder Beschwerden geben  wichtige Hinweise für eine Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung in Nordrhein-Westfalen.

Hier nimmt der Patientenbeauftragte eine wichtige Rolle ein. Im Berichtsjahr haben sich insgesamt 1.345 Ratsuchende an den Patientenbeauftragten gewandt. Dies stellt wiederholt einen Anstieg der Anfragen dar. Mehr als 80 Prozent der Ratsuchenden meldeten sich mit konkreten Beschwerden. Ihre Beschwerden zeigen, dass neben versorgungsbezogenen und organisatorischen Problemen häufig auch Störungen in der Kommunikation und Beziehung, der Patientenorientierung, vorliegen.

Mit der 24. Entschließung der Landesgesundheitskonferenz (LGK) 2015 wurde dieses Thema aufgegriffen und zentrale Aspekte für mehr Patientenorientierung benannt. In ‘Leichter Sprache‘ formuliert es die LGK schlüssig:

„Mitreden und selbst bestimmen. NRW macht Gesundheitsversorgung besser.“

Patientenorientierung und Patientenbeteiligung

Die beim Patientenbeauftragten vorgebrachten Beschwerden enthalten wertvolle Hinweise auf Missstände, die den herkömmlichen Methoden der Qualitätssicherung verbogen bleiben und dennoch tiefgreifende Folgen nach sich ziehen.

Der unzureichende Zugang zu angemessenen und patientenorientierten Gesundheitsleistungen, mangelnde Wertschätzung und unzureichend erlebte Partizipation und Teilhabe beinträchtigen die Zufriedenheit mit der gesundheitlichen Versorgung und ihren Erfolg.

Eine Verbesserung der Patientenorientierung erfordert von den Professionellen, sich sowohl auf die spezifischen Herausforderungen der medizinischen Behandlung als auch auf die individuellen Bedarfe der Patientinnen und Patienten  und ihres Kontextes einzustellen. Hierfür hat sich der Patientenbeauftragte bei allen Beteiligten der gesundheitlichen Versorgung in NRW eingesetzt.

Auf der institutionellen und politischen Ebene bedarf es spezifischer Rahmenbedingungen, um eine legitimierte und fachkundige Partizipation der Patientenorganisationen zu ermöglichen. Hier ist es im letzten Jahr  gelungen, einen wichtigen Prozess für mehr Teilhabe auf den Weg zu bringen.

Die maßgeblichen Patientenorganisationen, die in Nordrhein-Westfalen im PatientInnen-Netzwerk NRW und im Koordinationsausschuss Patientenbeteiligung (gem. § 140f SGB V) zusammenarbeiten, haben erstmalig ein gemeinsames Projekt zur „Koordinierung und Vernetzung der Patientenbeteiligung in NRW“ vereinbart. In einer ersten dreijährigen Modellphase unterstützen das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium und der Patientenbeauftragte die Maßnahme. Schwerpunkte der Projektarbeit sind

• die Vernetzung der Patientenvertretung vor Ort und NRW-weit,

• der Aufbau einer Anlauf- und Kontaktstelle rund um das Thema Patientenbeteiligung,

• die Schaffung von Informationsstrukturen für Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter, insbesondere durch die Gestaltung einer Internetplattform, sowie

• die Akquise neuer Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter für die Gremien auf Landesebene.

„Ziel ist es die Autonomie und Selbstbefähigung in der Patientenvertretung zu fördern, damit eine Beteiligung auf Augenhöhe mit anderen Institutionen im Gesundheitswesen möglich wird.“

Der aktuelle Bericht zeigt darüber hinaus weitere Themenfelder  auf, damit sich unser Gesundheitssystem stärker als bisher an den Bedürfnissen und Bedarfen der Menschen ausrichtet.

Link zur PDF-Version des Jahresberichts 2016 >


19.10.2016 / Veranstaltung

04.10.2016: Fachtagung „Partizipation und Gesundheit“ jetzt online!

Wie kann Patientenbeteiligung in der Praxis gelingen? Wo liegen die Herausforderungen und Chancen? Diesen Fragen gingen auf der Fachtagung des nordrhein-westfälischen Patientenbeauftragten Anfang Oktober in Duisburg mehr als 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bereichen der gesundheitlichen Versorgung, der organsierten Selbsthilfe und Patientenvertretung, zahlreichen Referentinnen und Referenten und NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens nach.

Patientenorientierung und Patientenbeteiligung sind zentrale Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems betonte der NRW-Patientenbeauftragte Dirk Meyer: „Nur wenn es uns gelingt, gesundheitliche Versorgung vom Menschen aus zu denken und die Bedürfnisse und Bedarfe der Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt unseres Handelns zu rücken, werden wir eine qualitativ hochwertige, bezahlbare und menschenwürdige Versorgung sicherstellen können.“

Gesundheitsministerin Barbara Steffens machte deutlich, dass „Entscheidungen ohne die Beteiligung der Patientinnen und Patienten lange Zeit gängige Praxis im Gesundheitswesen waren. Darum war es ein notwendiger Schritt, Strukturen zu schaffen, die Begegnung auf Augenhöhe ermöglichen und zu informierten Entscheidungen befähigen. Patientenvertreterinnen und -vertreter leisten einen entscheidenden Beitrag, das Gesundheitssystem stärker an den tatsächlichen Bedarfen der Patientinnen und Patienten auszurichten, es so menschlicher und zugleich effizienter zu machen. Denn es ist klar: Menschen, die ihre Behandlung verantwortlich mitgestalten, haben bessere Heilungsaussichten!“

Dass dies auf allen Ebenen und in allen Bereichen der gesundheitlichen Versorgung gilt, zeigten die Keynotes sowie Beiträge und Diskussionen in den Workshops. Dort konnte auf zahlreiche gute Praxisbeispiele verwiesen werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass individuelle Patientenbeteiligung sowie organisierte Selbsthilfe- und Patientenvertretung noch viel intensiver eingebunden werden müssen.

Die Beschreibung der Workshops und einzelne Vorträge der Referentinnen und Referenten finden Sie hier >


23.08.2016 / Veranstaltung

Fachtagung „Partizipation und Gesundheit“, 04.10.2016

Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten stärken

Unter der Überschrift "Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten stärken: Patientenorientierung und Patientenbeteiligung" sind alle relevanten Akteure des Gesundheitswesens in Nordrhein-Westfalen herzlich eingeladen.

Insbesondere werden auch Selbsthilfe- und Patientenorganisationen, gesundheitspolitisch Aktive sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger angesprochen.

Ausgangspunkt für die Veranstaltung ist die Überzeugung, dass die Voraussetzung für eine patientenorientierte Weiterentwicklung des Gesundheitswesens darin besteht, dass sich Patientinnen und Patienten auf allen Ebenen der gesundheitlichen Versorgung mit ihren Sichtweisen, Kompetenzen und Bedarfen einbringen und aktiv an der Versorgungsgestaltung beteiligen.

Herausforderungen und Chancen

Wie kann dies in der Praxis gelingen? Wo liegen die Herausforderungen und Chancen? Diesen Fragen soll auf dem Fachtag nachgegangen werden. Ziel der Veranstaltung ist es, auf verschiedenen Ebenen der gesundheitlichen Versorgung Räume für Patientenbeteiligung aufzuzeigen und deren Umsetzung und Weiterentwicklung gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung zu diskutieren.

Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.

Fragen zur Veranstaltung richten Sie bitte an den Patientenbeauftragten per E-Mail unter info@patientenbeauftragter.nrw.de oder Telefon 0234 91535-1910.

Anmeldung zum Fachtag "Partizipation und Gesundheit" >


18.08.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

04.08.2016 / Köln: JES Workshop – Selbsthilfefreundliche Beratungsstelle

„JES NRW 2.0“ ist ein durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen gefördertes Selbsthilfeförderprojekt. Primäres Ziel ist es, wieder mehr Menschen für ein Selbsthilfeengagement vor Ort zu gewinnen. Gesucht werden Substituierte und Ehemalige genauso wie aktuell Drogen gebrauchende Menschen, die neue Lebenswege entwickeln und realisieren wollen. Entsprechend dem JES-Leitbild gibt es hierzu keine Vorgaben und auch keine Dogmen. In diesem Sinne können die individuellen und Gruppenziele sowohl eher persönlicher als auch gesellschaftspolitischer Natur sein. Die Mehrzahl der heute aktiven JES-Gruppen engagiert sich darüber hinaus auch im Rahmen des bestehenden Hilfesystems. Sie tragen mit ihrem Engagement zur Vielfalt des kommunalen Angebotsspektrums bei.

Die Selbsthilfe Ehemaliger, Substituierter und Drogen gebrauchender Menschen braucht aus mehreren Gründen insbesondere infrastrukturelle Unterstützung durch Kommunen und das etablierte Hilfesystem. Wohl wesentlicher Grund ist, dass nach teilweise Jahrzehnten langem Leben innerhalb des prohibitiven Systems kaum Ressourcen für ein solches Engagement vorhanden sind.

Noch vor 10 Jahren fanden sich in vielen nordrhein-westfälischen Städten solche Unterstützungsstrukturen und mit diesen in vielen Städten auch JES-Gruppen. Dieses verlorene Potential will das Projekt JES NRW 2.0. reaktivieren. Zu diesem Zweck werden in den Kommunen Kooperationspartner gesucht, die das Projekt vor Ort aktiv unterstützen.

„Die Projektidee, ein Zertifikat „Selbsthilfefreundliche Beratungsstelle“ für Nordrhein-Westfalen zu entwickeln, ist ein spannender Ansatz für mehr Teilhabe und mehr Zusammenarbeit mit dem professionellen Sucht-Hilfesystem. Damit wird ein Prozess weiterentwickelt, der bereits in der stationären und ambulanten medizinischen Versorgung („Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ bzw. „Selbsthilfefreundliche Praxis“) aufgegriffen wurde“, erklärte der Patientenbeauftragte Dirk Meyer.

Link zur Homepage des JES NRW 2.0 >


10.08.2016 / Im Fokus

Neuer Patientenbeauftragter in Niedersachsen

Der Landespatientenschutzbeauftragte Dr. Peter Wüst ist der Ansprechpartner der niedersächsischen Landesregierung rund um die Fragen und Sorgen von Patientinnen und Patienten. Er unterstützt die Betroffenen darin, angemessen Gehör zu finden und dass ihre Anliegen besser berücksichtigt werden. Bei Beschwerden oder Problemen, zum Beispiel bei der Kostenübernahme, vermittelt er unabhängig, steht den Ratsuchenden aber parteiisch zur Seite. Er wird zum Ausgleich anregen und den Dialog unterstützen. Das ist ein Gewinn für die Patientinnen und Patienten, aber auch für deren Angehörige.

Zu den Aufgaben des Landespatientenschutzbeauftragten gehört es deshalb insbesondere, die Landesregierung in Grundsatzfragen des Patientenschutzes zu beraten und zu informieren. Darüber hinaus

• koordiniert und unterstützt er die Tätigkeit der Patientenfürsprecherinnen und -sprecher in den Krankenhäusern,

• berichtet an den Landtag,

• entwickelt Handlungsempfehlungen,

• berät Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige in grundsätzlichen Fragen der Versorgung und Kostenübernahme und

• führt Gespräche mit Leistungserbringern, Kostenträgern, Kammern und Interessenverbänden.

Die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten müssen bei allem Handeln stets im Vordergrund stehen. Das gilt für den stationären genauso wie für den ambulanten Bereich. Als Bindeglied zwischen den Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern in den Krankenhäusern und der Landesregierung wird Dr. Wüst geeignete Beratungs- und Unterstützungsangebote vermitteln und Beschwerden bündeln. Das ist ein wichtiger Weg, um Probleme im System zu erkennen, zu kommunizieren und abzubauen.

Seine Position ist als Stabsstelle im Sozial- und Gesundheitsministerium verankert. Damit kann er weisungsunabhängig handeln.

Internetpräsenz des Patientenschutzbeauftragten Niedersachsen >


02.08.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

19.07.2016 / Düsseldorf: Symposium „Handeln gegen den Willen - Freiheitsentziehende Maßnahmen bei Menschen mit Demenz “

Freiheitsentziehende Maßnahmen stellen einen erheblichen Eingriff in die Selbstbestimmung des Menschen dar. Dennoch sind freiheitsentziehende Maßnahmen oft nicht die Ultima Ratio – viel zu häufig sind sie gängige Praxis in der Pflege von Menschen mit Demenz. Dies darf so nicht hingenommen werden. Menschen mit Demenz haben nur begrenzte Möglichkeiten, sich gegen einen möglichen Freiheitsentzug zur Wehr zu setzen. Hierfür benötigen sie unsere Stimme konstatiert die Vorsitzende des Landesverbandes der Alzheimer Gesellschaften NRW Frau Schmidt-Zadel.  

In diesem Sinne machte der Fachtag deutlich, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen und Alternativen zu etablieren, um Sicherheit ohne Bewegungsentzug zu schaffen. Den Verantwortlichen in der professionellen Pflege und Medizin sollte die Angst vor den rechtlichen Folgen genommen werden, wenn sie auf die scheinbare Sicherheit von Fixierung verzichten. Ebenso muss den Angehörigen und Betreuern der Rücken gestärkt werden, wenn sie auch im häuslichen Umfeld mehr Bewegungsfreiheit zulassen. Die Fachbeiträge zeigten eindrücklich Wege auf, wie das Grundrecht auf „Freiheit des Einzelnen“ nicht nur theoretisch gewahrt, sondern auch in der praktischen Umsetzung gelingen kann.

Frau Gudrun Vater, Leiterin des landesweiten Büros des Patientenbeauftragten Nordrhein-Westfalen, nahm in Vertretung für den Patientenbeauftragten an dem Symposium teil.

Link zum Tagungsprogramm >


29.07.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

06.07.2016 / Köln: Gesundheit und Haft: „Umgang mit psychisch auffälligen Gefangenen“

Die Arbeitsgruppe zum „Umgang  mit psychisch auffälligen Gefangenen“ hat bei ihrer Sitzung Anfang Juli eine Bestandsaufnahme des Justizministerium NRW zur Anwendung besonderer Zwangsmaßnahmen (Unterbringung in besonders gesicherten Hafträumen) beraten. Dabei wurde deutlich, dass die Inhaftierten zumeist einmalig  und insbesondere in den ersten 4 bis 8 Wochen der (Untersuchungs-)Haft in besonderer Weise auffällig werden. Dabei spielen psychiatrische (Vor-)Erkrankungen eine wichtige Rolle. Um zeitnah eine adäquate psychiatrische Behandlung zu ermöglichen, sind entsprechende „ambulante“ Behandlungsangebote in den Haftanstalten, aber auch stationäre „Akut-Betten“ im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg in ausreichender Zahl notwendig. Hier leitet das Justizministerium bereits erste Umstrukturierungsmaßnamen ein, um die stationäre Akutversorgung, insbesondere auch für Frauen, zu verbessern.

Neben diesen konkreten patientenbezogenen Ansätzen, sind aus Sicht des Patientenbeauftragten auch „strukturelle Aspekte“ zu beachten: „Da dieses auffällige Verhalten insbesondere in den ersten (Untersuchungs-)Haftwochen auftritt, ist es sinnvoll, diese spezifische Haftsituation, die einen vollständigen Bruch zur bisherigen Lebenssituation darstellt, genauer zu betrachten.“ 

Der nordrhein-westfälische Justizvollzugsbeauftragte wirkt an einem an den Menschenrechten und den sozial- und rechtsstaatlichen Grundsätzen ausgerichteten Justizvollzug mit. Er berät das Justizministerium in grundsätzlichen Angelegenheiten des Justizvollzugs, insbesondere bei dessen kontinuierlicher Fortentwicklung. Er ist außerdem Ansprechstelle für alle vom nordrhein-westfälischen Justizvollzug Betroffenen und zugleich "Ombudsperson für den Strafvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen" im Sinne des § 97 Abs. 2 JStVollzG NRW.

Link zur Homepage des Justizvollzugsbeauftragten NRW >


07.07.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

24.06.2016 / Münster: "Angekommen in Nordrhein-Westfalen: Flüchtlinge im Gesundheitswesen“

Unter Leitung von Gesundheitsministerin Barbara Steffens haben die Mitglieder der LGK einen umfangreichen Maßnahmenkatalog beschlossen mit dem Ziel, dauerhaft tragfähige Strukturen in der medizinischen Versorgung von Geflüchteten und Asylsuchenden zu schaffen. „Wir wollen einen einfachen Zugang zu gesundheitlichen Leistungen für Flüchtlinge und Asylsuchende ermöglichen und sichern. Nordrhein-Westfalen hat unter anderem mit der Einführung der Gesundheitskarte für Flüchtlinge einen wichtigen Beitrag dazu geleistet“, erklärte Ministerin Steffens in Münster. „Denn eine funktionierende gesundheitliche Versorgung im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch ein wesentlicher Baustein für die Integration von Flüchtlingen“, so Steffens. Die große Hilfsbereitschaft von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hilfsorganisationen und den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Behörden und Institutionen „war und ist beeindruckend“, sagte die Ministerin. „Sie ist Ausdruck eines breiten gesellschaftlichen Willens nach einem solidarischen Engagement für Flüchtlinge“. Auch Akteurinnen und Akteure des Gesundheitswesens nehmen die Herausforderungen an und wollen die Strukturen bedarfsgerecht entwickeln. Beispielhafte Projekte, die dazu beitragen, die Integration von Geflüchteten in das Gesundheitswesen zu verbessern, sollen 2017 mit dem Gesundheitspreis NRW ausgezeichnet werden.

„Mit der Entschließung setzt die Landesgesundheitskonferenz den erfolgreichen Weg für die angemessene Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen fort. Es ist ein starkes Signal für ein gemeinsames Ziel, das wir auch gemeinsam erreichen möchten“, betonte die Ministerin.

Link zur Entschließung der 25. LGK >


07.07.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

20.06.2016 / Berlin: Patientenstiftung – Ein Modell für eine starke Patientenstimme?!

Die Patientenbelange haben in den letzten 15 Jahren im Gesundheitswesen schrittweise an Bedeutung gewonnen. Nicht wegzudenken sind heute die Patientenverbände, die mit viel Engagement die Sicht der Patientinnen und Patienten in den Gremien der Selbstverwaltung vertreten. Trotzdem bleibt noch viel zu tun. Patientinnen und Patienten können sich oft nicht verlässlich über Leistungen informieren: Informationsplattformen unterliegen keinen verbindlichen Qualitätsstandards, werden nicht verständlich aufbereitet und hängen finanziell auch von Akteuren der Selbstverwaltung ab. Die Finanzierung der Selbsthilfeaktivitäten ist prekär und eine wirksame Vertretung in der Selbstverwaltung ist für die Patientenorganisationen aufgrund ihrer geringen personellen und finanziellen Ausstattung kaum noch zu bewältigen. Patientinnen und Patienten können nur wenig mitbestimmen – und das obwohl es im Gesundheitswesen zuallererst um ihre Rechte und ihr Wohl geht.

Für all die verschiedenen Aufgaben braucht es eine wirklich unabhängige Institution, die an der Seite der Patientinnen und Patienten steht, und weder unmittelbar noch mittelbar von Politik, Krankenkassen oder Pharmaunternehmen beeinflusst wird. Die  Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellte dazu das Model einer Patientenstiftung unter aktiver Beteiligung der Selbsthilfe vor, in der die für die Wahrnehmung der Patientenbelange relevanten Aktivitäten – die Selbsthilfeförderung, die Unabhängige Patientenberatung, die Patientenbeteiligung in der gemeinsamen Selbstverwaltung und die nutzerorientierte Herstellung von Transparenz im Gesundheitswesen – gebündelt und verlässlich finanziert werden könnte.

Dirk Meyer, Patientenbeauftragter NRW: „Mit dieser Veranstaltung wurde sinnbildlich ein Stein ins Wasser geworfen, der Wellen schlägt, um die Diskussion über eine starke unabhängige Interessenvertretung für Patientinnen und Patienten voranzubringen.“

Link zur Homepage der Bundestagsfraktion der GRÜNEN >


07.07.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

09./16.06.16 / Duisburg, Herne: „Wie wird die Handlungsempfehlung für Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in NRW umgesetzt?

Zentrales Element der Veranstaltungen war die Vorstellung der Befragungsergebnisse zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen zur Tätigkeit von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern in den nordrhein-westfälischen Kliniken. Nach der ausführlichen Präsentation wurde in Arbeitsgruppen intensiv diskutiert und der erlebte Alltag mit den Befragungsergebnissen verglichen.

Die zentralen Ergebnisse der Befragung sind:

• Die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher fühlen sich durch die Unterstützung des Landes und der weiteren Kooperationspartner in ihrer Arbeit deutlich gestärkt – sowohl bei der angemessenen Bearbeitung der Anliegen von Patientinnen und Patienten, als auch in ihrem Streben nach Strukturverbesserungen in den Krankenhäusern im Sinne einer konsequenten Patientenorientierung.

• Eine Zusammenarbeit direkt mit der Leitungsebene in den Krankenhäusern wurde inzwischen überwiegend sichergestellt.

• Die meisten Krankenhäuser informieren mittlerweile von sich aus über die Tätigkeit der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher.

Darüber hinaus wurden zwei Beispiel vorgestellt, wie die ehrenamtliche Arbeit vor Ort im Krankenhaus im Team organisiert werden kann, um möglichst viele Patientinnen und  Patienten direkt ansprechen zu können. Nachmittags stand das Thema „Voneinander lernen“ im Mittelpunkt. Hier wurde konkret über ein geplantes Mentoring-Programm und die Erarbeitung eines Leitfadens für die praktische Arbeit beraten.

Link zur Ergebnisanalyse der Befragung >


21.06.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

25.05.2016 / Düsseldorf: „Zur Treue gehören immer Zwei!“

Rund 30 % der Patientinnen und Patienten – selbst lebensbedrohlich Erkrankte – nehmen ihre  Medikamente nicht oder nicht so wie ärztlich verordnet ein. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein ist gemeinsam mit Selbsthilfe- und Patientenvertretern dem Thema nachgegangen und hat im Rahmen von strukturierten Gruppendiskussionen diejenigen gefragt, die es betrifft: Patienten und Ärzte in der Region Nordrhein. Dabei wurde deutlich, dass vieles in der Arzt-Patienten-Kommunikation unausgesprochen bleibt. Belastende Nebenwirkungen, Krankheitsverdrängung oder zum Beispiel Unstimmigkeiten in der Arzt-Patienten-Beziehung kommen selten zur Sprache. Unklare Informationen aus dem Internet oder dem sozialen Umfeld tragen zusätzlich zur Verunsicherung bei. Dies alles kann dazu führen, dass die Behandlung unbefriedigend verläuft. Außerdem entstehen dadurch unnötig Kosten.

Auch der Patientenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Dirk Meyer, brachte sich  mit dem Thema „Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten stärken“ ein und erläuterte seine Erfahrungen aus der Patientenperspektive: „Es muss uns gemeinsam gelingen, die Schweigespirale zwischen Patienten und Ärztinnen und Ärzten zu durchbrechen, um eine tragfähige Arzneimitteltherapie zu ermöglichen“.

Link zur Homepage der KVNO >


31.05.2016 / Veranstaltung

Tag der offenen Türen auf dem Gesundheitscampus

Der Patientenbeauftragte und viele weitere Einrichtungen auf und um den Gesundheitscampus laden herzlich zu einem besonderen Ereignis am 17.06.2016 von 13:00 bis 19:00 Uhr ein: Dem „Tag der offenen Türen auf dem Gesundheitscampus“.

Alle beteiligten Campus-Partner und -Nachbarn werden den „Tag der offenen Türen auf dem Gesundheitscampus“ nutzen, um den Gesundheitscampus mit seinen Menschen, Dienstleistungen und Angeboten zu präsentieren. Geplant sind unter anderem Informationsstände und Vorträge, Führungen, Studieninformation & Öffnung des hsg-SkillsLabs, Voicecoaching, Simulationen sowie ein familienfreundliches Programm mit Mitmachaktionen und ein musikalisches Rahmenprogramm samt Künstlern.

Besuchen Sie uns am „Tag der offenen Türen auf dem Gesundheitscampus“ und nutzen Sie die Möglichkeit, den Gesundheitscampus noch besser kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie!

Link zum Veranstaltungsprogramm >


23.05.2016 / Im Fokus

Mitreden und selbst bestimmen

Die  24. Landesgesundheitskonferenz hat im November 2015 eine Entschließung mit dem Titel „Gesundheitsversorgung umfassend verbessern: Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten stärken“ verabschiedet.

Die Landesgesundheitskonferenz (LGK) setzt sich mit dieser Entschließung dafür ein, dass das Gesundheitswesen auf allen Ebenen Rahmenbedingungen schafft, die Patientinnen und Patienten zu einer aktiven Teilnahme an der gesundheitlichen Versorgung befähigt, und unterstützt die dafür notwendigen Schritte zur Weiterentwicklung eines patientenorientierten Gesundheitswesens in Nordrhein-Westfalen.

Damit die Entschließung auch Menschen erreicht, die einen komplizierten gesundheitspolitischen Fachtext nicht verstehen, wurde der Text auch in „Leichter Sprache“ übersetzt.

Die Entschließung der 24. Landesgesundheitskonferenz in leichter Sprache ist hier abrufbar >


20.05.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

11.05.16 / Dortmund: „Kümmerer“ im Krankenhausalltag

Die kleinen Dinge im Krankenhausalltag oder im Pflegeheim sind für Patienten, Pflegebedürftige und Angehörige oft von besonderer Bedeutung. Die ungewohnte Umgebung,  die Fremdbestimmung durch Professionelle, die Sorge um die gesundheitliche Situation und oftmals auch eine soziale Isolation führen zu Ängsten und Irritationen. Hier ermöglichen die Grünen Damen und Herren mit persönlicher Ansprache, Zeit und konkreten Alltagshilfen ein mehr an Menschlichkeit und Zuwendung. In seinem Gastvortrag hob der Patientenbeauftragte der Landesregierung Dirk Meyer den zentralen Stellenwert dieses ehrenamtlichen Engagements hervor. Es habe einen eigenen und eigenständigen Wert, der für Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung sei. Persönliche Ansprache und Zuwendung ohne Zeitdruck trage wesentlich zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation bei.

Im Rahmen der Regionaltagung wurde auch  über die Stärkung und Stabilisierung  des Engagements u. a. durch regelmäßige Fortbildung und kollegialen Austausch diskutiert. „Ehrenamtliches Engagement braucht Unterstützung und tragfähige Strukturen und deshalb auch ausreichende finanzielle Ressourcen“, erklärte der Patientenbeauftragte.

Link zur eKH-Homepage >


02.05.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

19.04.2016 / Münster: „Heilberufe Hand in Hand“?!

Die diesjährige Veranstaltung fokussierte sich auf die verbesserungswürdige Kommunikation zwischen Arzt/Ärztin und Apotheker/-in im Versorgungsalltag. Grundlage der Diskussion war die Studie „Kommunikation an der Schnittstelle Arztpraxis/Apotheke“, die von Professor Dr. Achim Baum vorgestellt wurde. Gleichzeitig wurde der „Baumberger Impuls“ vorgestellt. Damit soll ein gemeinsames Signal von Apotheker- und Ärztekammern in Westfalen-Lippe für mehr Zusammenarbeit, mehr Verständnis für die jeweiligen Kompetenzen und mehr Fortbildungsangebote gesetzt werden. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten nach einem Grußwort von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens u.a. mit Günter von Aalst (Techniker Krankenkassen) und dem Patientenbeauftragten der Landesregierung Dirk Meyer.

„Die Zusammenarbeit zwischen Arztpraxen und Apotheken kann – zugunsten der Patientinnen und Patienten – noch erheblich verbessert werden. Die pharmazeutischen Kompetenzen der Apotheker und Apothekerinnen sind vor dem Hintergrund der „Polypharmazie“ (Einnahme von fünf und mehr verschiedenen Medikamenten insbesondere bei älteren Menschen) ein wichtiger Baustein für mehr Patientensicherheit“, erklärte Dirk Meyer.

Link zur Apothekerkammer Westfalen-Lippe >


18.04.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

14.04.2016 / Berlin: Treffen der Patienten-, Pflege- und Bürgerbeauftragten von Bund und Ländern

Der jährlich stattfindende Dialog dient der Vernetzung der Patienten-, Pflege- und Bürgerbeauftragten aus Bund und Ländern und fördert den gemeinsamen Erfahrungsaustausch hinsichtlich bestehender Problemlagen und möglichen Initiativen und Lösungsvorschlägen. Beim diesjährigen Treffen stand u.a. die aktuelle Entwicklung der Patientenberatung auf der Bundesebene im Mittelpunkt. Der Geschäftsführer der neuen „Unabhängigen Patientenberatung Deutschland gGmbH“, Thorben Krumwiede, informierte über die erste 100 Tage der Beratungsgesellschaft in Trägerschaft der Sanvartis GmbH. Gut 70 Mitarbeiter*innen haben ihre Arbeit aufgenommen und im 1. Quartal 2016 rund 24.000 Beratungsanfragen bearbeitet. 75.000 mal wurde die neugestaltete Homepage www.patientenberatung.de aufgerufen. Seit dem 1. April wird an 30 regionalen Standorten eine dezentrale persönliche Beratung ermöglich. Bielefeld, Dortmund, Duisburg und Köln sind die NRW-Standorte. Drei Beratungsmobile sollen regelmäßig weitere 100 „ländliche und kleinstädtische“ Regionen anfahren. Die in den vergangenen Monaten mehrfach und umfangreich geäußerten Bedenken bezüglich der privatwirtschaftlichen Organisation des Beratungsangebotes standen nicht im Mittelpunkt des Treffens.

„Angemahnt wurde allerdings von allen Teilnehmenden eine unbedingt notwendige regionale Vernetzung der Beratungsangebote mit den Akteuren auf der Länderebene“,  erklärte NRW-Patientenbeauftragter Dirk Meyer.


11.04.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

09.04.2016/ Köln: Abschlußveranstaltung zum Forschungsbericht über contergangeschädigte Menschen aus NRW

Im Verlauf der sehr gut besuchten Veranstaltung in Köln wurden neben der aktuellen Versorgungssituation der Contergangeschädigten in NRW auch die sich ergebenden Handlungsbedarfe aus den Ergebnissen des Forschungsberichtes vorgestellt und erläutert, bevor in einer Abschlussrunde in einem „lebendigen Dialog“ diskutiert wurde. Zu den Gästen zählten neben den zahlreichen Betroffenen und Mitgliedern des Interessenverbandes Contergangeschädigter NRW, Gesundheitsministerin Barbara Steffens,  NRW-Patientenbeauftragter Dirk Meyer, Landesbehindertenbeauftragte Elisabeth Veldhuis, Mitglieder des Landtags, Ärztinnen und Ärzte und Vertreter der Krankenkassen.

„Contergangeschädigte haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten mit großem Engagement und Erfolg für angemessene Versorgung und Teilhabe eingesetzt. Mit den neuen Studienergebnissen wurde eine hervorragende Grundlage geschaffen, die Versorgung bedarfsgerecht und patientenorientiert weiterzuentwickeln“, erläuterte Dirk Meyer.

Der Interessenverband Contergangeschädigter NRW e.V. wurde 1967 aus dem Gedanken der Selbsthilfe gegründet. So entstand eine Gemeinschaft, die einen Austausch über die vielfältigen Erfahrungen und Kenntnisse über die Problemstellungen wie beispielsweise hinsichtlich der medizinischen Versorgung, der Prothesenversorgung, etc. ermöglicht. Insbesondere die Probleme der Folgeschäden sowie die psychosoziale Belastungen der ca. 800 Betroffenen in NRW stehen im Vordergrund der Verbandstätigkeit.

Link zur Homepage Contergangeschädigter NRW >


18.03.2016 / Im Fokus

Gesundheitspreis 2016 - Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen

Die Landesgesundheitskonferenz (LGK) setzt sich mit ihrer Entschließung vom 26. November 2015 dafür ein, bestehende Beratungs- und Versorgungsangebote in NRW und Patientenrechte transparent zu machen sowie Entwicklungsbedarfe und -möglichkeiten aufzuzeigen. Mit der diesjährigen Ausschreibung soll die Umsetzung der LGK-Entschließung flankiert werden. Alle Institutionen und Organisationen aus dem Bereich der Gesundheitsversorgung sind eingeladen, sich mit kreativen Projekten an der diesjährigen Ausschreibung der Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ zu beteiligen.

Die Bewerbungsfrist endet am 20. Mai 2016.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und Teilnahme finden Sie hier >


16.03.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

09.03.16 / Bochum: „Patientinnen und Patienten stärken. Aber wie?“

Die Landesgesundheitskonferenz NRW hat mit ihrer Entschließung „Gesundheitsversorgung umfassend verbessern: Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten stärken“ im November 2015 ein starkes Zeichen gesetzt. Am 09. März begrüßte nun der NRW-Patientenbeauftragte Dirk Meyer Selbsthilfeakteure, Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter zu einem Workshop über mögliche Aktions- bzw. Umsetzungsstrategien zur Entschließung aus Sicht der Patienten. Damit sollen konkrete Impulse für die Weiterentwicklung der Patientenorientierung und Patientenbeteiligung in Nordrhein-Westfalen aus der Patientenperspektive entwickelt werden.

Vielfältige Handlungsoptionen wurden in einem ersten Schritt zusammengetragen, Chancen und Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, diskutiert.

„Deutlich wurde insbesondere, dass mehr Kommunikation, mehr Vernetzung und mehr Transparenz untereinander zu einem Mehr an Patientenbeteiligung und Interessenvertretung führen kann“, erklärte der Patientenbeauftragte Dirk Meyer.


16.03.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

02.03.16 / Essen: Gelungener Start der Selbsthilfeakademie NRW

Die Selbsthilfeakademie NRW ist ein Forum, dass den Austausch und die gemeinsame Vernetzung von Betroffenen, Akteuren und Interessierten in der Gesundheitsselbsthilfe ermöglicht. Entstanden ist sie durch einen Kooperationsverbund der Gesundheitsselbsthilfe NRW, dem Paritätischen NRW, der AOK Rheinland/Hamburg, der AOK NORDWEST und der Paritätischen Akademie NRW. Mit ihren Kompetenzen ergänzt die Akademie die Gesundheitsversorgung in vielfältiger Weise, insbesondere bei der Begleitung von Erkrankten und Angehörigen.

Zu der Veranstaltung am 02. März, bei der sich die Selbsthilfeakademie NRW vorstellte, waren sowohl Aktive aus der Gesundheitsselbsthilfe als auch alle Interessierten mit Selbsthilfeberührungspunkten im privaten oder beruflichen Umfeld eingeladen. Hier wurden die Angebote der Selbsthilfeakademie der breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und Anregungen für den weiteren zukünftigen Ausbau gesammelt.

Der NRW-Patientenbeauftragte Dirk Meyer begrüßt diesen Ansatz: „Erstmalig organisiert die Selbsthilfeakademie NRW indikationsübergreifende Fortbildungsangebote, die aus der Selbsthilfe heraus gemeinsam und selbstbestimmt entwickelt werden. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Stärkung der regionalen und landesweiten Selbsthilfe, Selbsthilfe-Organisationen und –Verbände. Gemeinsames lernen stärkt das Miteinander und die Interessenvertretung der Patientinnen und Patienten.“

Link zur Vorstellung der SH-Akademie NRW >


25.02.2016 / Patientenbeauftragter vor Ort

18.02.16 / Mülheim: Forum Gesundheit 2016 der Ärztekammer Nordrhein

Unter dem Titel „Bedarfsgerechte ärztliche Versorgung im Ruhrgebiet“ lud die Kreisstelle Mülheim der Ärztekammer Nordrhein zum Forum Gesundheit 2016 mit anschließender Podiumsdiskussion ein. Hierbei nahmen neben dem Patientenbeauftragten NRW u.a. auch Gesundheitsministerin Frau Barbara Steffens, der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Herr Jochen Brink teil. Die Veranstaltung setzte sich mit kritischen Fragen zu Themen den ärztlichen Versorgungsstrukturen im Ruhrgebiet, der bedarfsgerechten Versorgungsplanung sowie der aktuellen Gesetzgebung auseinander.

„Es ist absolut unverständlich, dass es in der ambulanten Versorgung weiterhin eine „Sonderregion Ruhrgebiet“ gibt und deshalb hier auf einen Hausarzt über 2100 Patienten kommen“, erläuterte der NRW-Patientenbeauftragte Dirk Meyer, bundesweit seien es nur gut 1600 und damit 25% Patienten weniger. „Das muss sich dringend ändern“, so Dirk Meyer.


25.02.2016 / Im Fokus

Pflegende Angehörige gründen Landesverband „wir pflegen NRW“

Am 12. Februar fand in Münster das Gründungstreffen des Landesverbandes „wir pflegen NRW“ statt. Der Landesverband ist Mitglied der bundesweiten Interessensvertretung „wir pflegen e.V.“.

In diesem Rahmen wurden die 11 Leitlinien des Vereins „wir pflegen e.V.“ als Grundlage der zukünftigen Arbeit übernommen. Unter anderem fordern die Mitglieder mehr Anerkennung und Mitbestimmung von pflegenden Angehörigen in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen.


Ansprechpartnerin des Landesverbandes "wir pflegen NRW" ist:

Susanne Hallermann, Postfach 0212, 48284 Telgte;

Telefon: 02504 6967725, Email: shallermann@wir-pflegen.net


Informationen über den Bundesverband „wir pflegen e.V.“ finden Sie auf der Internetseite:

Bundesverband wir pflegen e.V. >


17.02.2016 / Im Fokus

Förderung der Selbsthilfe pflegender Angehöriger

Um Pflegebedürftige und pflegende Angehörige zu entlasten, ihre Selbstbestimmung zu stärken und einen Impuls für den Aufbau eines „Landesnetzes Pflegeselbsthilfe“ zu geben, fördert Nordrhein-Westfalen erstmals für drei Jahre Selbsthilfestrukturen in der Pflege. Unter dem Motto „Vorhandenes stärken – Neues ermöglichen“ sollen insbesondere Projekte und Initiativen von pflegenden Angehörigen gefördert werden. Ihnen soll sowohl der Zugang zu bereits bestehenden Selbsthilfegruppen erleichtert als auch die Gründung neuer lokaler Gruppen ermöglicht werden. Angestrebt wird zudem die Etablierung von „Kontaktstellen Pflegeselbsthilfe“ in allen Kreisen und kreisfreien Städten und eine landesweite Koordinations- und Vernetzungsstelle.

Mit der Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung durch die Spitzenverbände der Kreise und Kommunen, der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der Alzheimer-Gesellschaft NRW, der Pflegekassen, der NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens und des NRW-Patientenbeauftragten Dirk Meyer, wird das Ziel verfolgt, den landesweiten Ausbau und die Vernetzung der Selbsthilfe im Rahmen des neuen „Landesförderplans Alter und Pflege“ umzusetzen. Dafür stehen bis 2018 insgesamt 3 Millionen Euro zur Verfügung. Der Anteil des Landes beträgt 1,5 Millionen Euro.

Den Bedürfnissen und Bedarfen der knapp 600.000 Pflegebedürftigen und – geschätzt – eine Millionen pflegenden Angehörigen in NRW wird so entgegengekommen, um mehr Selbstbestimmung  und ein möglichst langes zuhause bleiben zu ermöglichen. Die pflegenden Angehörigen werden in ihrer Position mit professionellen Pflege-, Hilfe- und Unterstützungsangeboten ermutigt und gestärkt.

Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums NRW >


27.01.2016 / Service

Start der neuen Termin-Servicestellen

Die neuen Termin-Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe haben am 25.01.2016 ihre Arbeit aufgenommen. Sie müssen künftig gesetzlich versicherten Patienten innerhalb von vier Wochen einen Termin bei einem Facharzt organisieren.

Voraussetzung für die Terminvergabe ist eine ärztliche Überweisung für eine Behandlung bei einem Facharzt. Für einen Termin beim Frauen- oder Augenarzt ist keine Überweisung notwendig, um die Servicestellen in Anspruch zu nehmen. Für Ärzte aus den Fachgebieten der Zahnheilkunde, Kieferorthopädie und Psychotherapie gibt es keinen Vermittlungsservice.

Der neue Service ist für Patienten gedacht, die dringend eine fachärztliche Behandlung benötigen und keinen zeitnahen Termin bekommen können. Der Anspruch der freien Arztwahl besteht bei der Nutzung der neuen Termin-Servicestellen jedoch nicht.

Die Telefonnummern und Sprechzeiten der Termin-Servicestelle sowie weiterführende Informationen können über das jeweilige Internetportal der regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen Lippe aufgerufen werden.


01.01.2016 / Aufklärung

Wichtiges zum Jahreswechsel

Über das neue Informationsportal www.das-aendert-sich-2016.de des Bundesministeriums für Gesundheit können ab sofort Informationen zu den wichtigsten Gesetzesänderungen im Bereich Gesundheit und Pflege abgerufen werden, die zum Jahreswechsel in Kraft treten.

Das Portal bietet eine Übersicht über die genauen Änderungen zum Versorgungsstärkungsgesetz, Präventionsgesetz, Hospiz- und Palliativgesetz und zum Pflegestärkungsgesetz II sowie der Krankenhausreform.

Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit besuchen >


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