MGEPA Patientenbeauftragte - Aktuelles

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Büro des Patientenbeauftragten

Anschrift: Gesundheitscampus-Süd 9, 44801 Bochum
Telefon: 0234 91535 1910

E-Mail: info(at)patientenbeauftragter.nrw.de

Patiententelefon: 0234 91535 1940
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Inhalt

Aktuelles

18.04.2017 / Aufklärung

Cannabis als Medizin

Der Bundestag hat am 19. Januar 2017 das Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften verabschiedet. Es ist am 10. März 2017 in Kraft getreten. Ziel ist die Verbesserung der Palliativversorgung. Eine Begleiterhebung soll Informationen zum langfristigen Gebrauch von Cannabis wissenschaftlich sichern.

Das Gesetz regelt den Einsatz von Cannabisarzneimitteln als Therapiealternative bei schwerwiegenden Erkrankungen im Einzelfall. Bedingung dafür ist, dass nach Einschätzung der behandelnden Ärztin bzw. des behandelnden Arztes diese Mittel den Krankheitsverlauf spürbar positiv beeinflussen oder dessen Symptome lindern. Dies kann zum Beispiel in der Schmerztherapie oder bei bestimmten chronischen Erkrankungen der Fall sein. Künftig können neben Fertigarzneimitteln auf Cannabisbasis auch getrocknete Cannabisblüten von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet werden, wenn diese zu Therapiezwecken notwendig sind.

Zur Verschreibung von Cannabisarzneimitteln (hierzu zählen u. a. auch Cannabisextrakte und –blüten, Dronabinol und Nabilon) sind grundsätzlich alle Personen berechtigt, die zur Ausübung des ärztlichen Berufs befugt sind. Nähere Informationen zum Thema sind sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für Ärztinnen und Ärzte auf der Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden:

BfArM Cannabis als Medizin >


01.04.2017 / Im Fokus

Neue Richtlinien zur ambulanten Psychotherapie

Die neue Psychotherapie-Richtlinie tritt zum 1. April 2017 in Kraft. Sie sieht eine umfangreiche Reform der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung vor. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) setzt damit Forderungen aus dem Versorgungsstärkungsgesetz um, die den Patientinnen und Patienten im Rahmen einer neuen Richtlinie eine Erweiterung sowie flexiblere Gestaltung des Behandlungsangebotes bietet.

Eine wesentliche Neuerung ist, dass Patientinnen und Patienten künftig vor Beginn einer Behandlung eine Sprechstunde aufsuchen müssen, falls sie nicht schon im Vorfeld in psychotherapeutischer Behandlung waren. Die Psychotherapeutin bzw. der Psychotherapeut klärt dabei ab, ob ein Verdacht auf eine psychische Erkrankung vorliegt und eine Psychotherapie benötigt wird oder mit anderen Unterstützungs- und Beratungsangeboten geholfen werden kann. Benötigen Patientinnen und Patienten im Anschluss an eine Sprechstunde zeitnah eine psychotherapeutische Intervention, ist künftig eine Akutbehandlung möglich.

Nach der Sprechstunde oder der Akutbehandlung kann der weitere Weg der Patientinnen und Patienten über die Probatorik in die Kurz- oder Langzeittherapie führen. In diesem Bereich wurden sowohl die Sitzungskontingente als auch das Bewilligungsverfahren angepasst.  Eine Kurzzeittherapie ist künftig zunächst mit 12 Stunden möglich, die sich um weitere zwölf Stunden verlängern lässt. Bei der Langzeittherapie wurde das erste Sitzungskontingent erweitert. Zudem wird die Gruppentherapie gestärkt. Sie gilt nun als gleichwertige, in der Indikationsstellung zu berücksichtigende Anwendungsform. Bei der Versorgung von Kindern und Jugendlichen sieht die Richtlinie künftig explizit vor, dass relevante Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld in die Behandlung einbezogen werden können. Dies können neben den Eltern etwa auch Lehrkräfte sein.

Übersicht: Details der Änderungen für Erwachsene

Übersicht: Details der Änderungen für Kinder und Jugendliche

Verlinkung zur Kassenärztlichen Bundesvereinigung >


23.03.2017 / Patientenbeauftragter vor Ort

Mehr Sicherheit in der ambulanten Intensivpflege

Der NRW-Patientenbeauftragte nahm im  Februar 2017 an einem Expertenhearing zum Abschluss der SHAPE-Studie („Sicherheit in der häuslichen Versorgung beatmeter Patienten“) in der Berliner Charité teil. International sind anspruchsvolle Formen häuslicher Versorgung, die kostenintensive stationäre Aufenthalte für schwer kranke und technik-abhängige Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern ersetzen, weit verbreitet. Die häusliche intensivpflegerische Versorgung erfährt dabei in den letzten Jahren mehr und mehr Aufmerksamkeit, darunter insbesondere auch die häusliche Versorgung beatmungspflichtiger Patienten. Diese Form der technikintensiven Versorgung wird oft von isoliert arbeitenden professionellen Helferinnen und Helfern unter wenig kontrollierbaren Rahmenbedingungen durchgeführt. Doch obwohl Aspekte der Patientensicherheit in diesem Kontext von besonderer Bedeutung sind, wurden sie in der Versorgungsforschung bislang nur selten bearbeitet.

Das Forschungsvorhaben „SHAPE“ zielt darauf ab, empirische Einblicke in dieses weitgehend unerforschte Feld  in Deutschland zu ermöglichen. Aus der Sicht von Patienten und Angehörigen werden subjektive Aspekte von Sicherheit und Erfahrungen mit der technikintensiven häuslichen Versorgung erhoben und analysiert, um diese Erkenntnisse für die Entwicklung patientenzentrierter Sicherheitsstandards und Risikominimierungsstrategien nutzen zu können.

Im Rahmen des Expertenhearings beteiligte sich der Patientenbeauftragte an der Podiumsdiskussion, die von dem Projektleiter Prof. Dr. Michael Ewers geleitet wurde.

Projekthomepage zur SHAPE.-Studie >


17.02.2017 / Patientenbeauftragter vor Ort

Neue Ansätze für eine Patienteninitiierte Forschung

Anfang Februar 2017 feierte das Regionale Innovationsnetzwerk (RIN) Diabetes sein zweijähriges Bestehen. Einen Schwerpunkt der Veranstaltung, die im Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf stattfand, bildete das Thema „Patienteninitiierte Forschung“. Von Professor Wilm wurden erste Ergebnisse des gleichnamigen RIN-Projektes präsentiert. In mehreren Patienten-Fokusgruppen wurden die Grundlagen für einen Fragebogen zu einer breit angelegte Patientenbefragung erarbeitet.

Auf einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Fachbereiche wurden, unter Beteiligung des Patientenbeauftragten NRW, die unterschiedlichen Perspektiven zur Patientenorientierung, Patientenbeteiligung und patienteninitiierten Forschung diskutiert. So wurde beispielsweise auch auf die Bedenken zur Umsetzbarkeit der Patientenbeteiligung in der Forschung sowie die Schaffung von Anreizen für die Patienteninitiierte Forschung eingegangen.

Der zweite Teil der Veranstaltung beinhaltete die zukünftige Entwicklung des Netzwerkes. Basis hierfür stellten die bisherigen Ergebnisse der Netzwerktreffen und Partnerumfrage dar.

Homepage des Regionalen Innovationsnetzwerkes (RIN) >


10.02.2017 / Service

Immer auf dem Laufenden bleiben!

Für die Rubriken „Aktuelles“ und „Fall des Monats“ bietet die Internetseite des Patientenbeauftragten NRW ab sofort die Möglichkeit, RSS-Feeds zu abonnieren.

Bei RSS-Feeds (Really Simple Syndication) handelt es sich um Dateien, die die Abonnentinnen und Abonnenten  regelmäßig über Aktualisierungen von Inhalten der entsprechenden Internetseite informiert. Der Nutzer kann sich die Inhalte direkt anzeigen lassen oder den angebotenen Links folgen und die vollständigen Informationen der verlinkten Seite lesen.

Die Internetseite des Patientenbeauftragten NRW wurde für die Rubriken „Aktuelles“ sowie „Fall des Monats“ dahingehend angepasst. Hierzu muss lediglich das orangefarbene RSS-Logo im rechten oberen Bereich der Internetseite des Patientenbeauftragten angewählt werden. In der nun folgenden RSS-Ansicht besteht im gelb unterlegten Einleitungstext die Möglichkeit, den Feed zu abonnieren und somit zeitnah automatisch über die neuesten Aktualisierungen der genannten Rubriken informiert zu werden.

RSS-Feed Ansicht der Homepage >


08.02.2017 / Service

Aktualisierter Patientenwegweiser online!

Wir freuen uns, Ihnen den aktualisierten Wegweiser für Patientinnen und Patienten zur Verfügung zu stellen. Die Anpassungen sowie inhaltlichen Erweiterungen umfassen hierbei unter anderem:

  • die Aufnahme weiterer Institutionen und Verbände im Bereich des Gesundheitswesens (primär in NRW),
  • die Überarbeitung des Layouts für einen schnelleren und effektiveren Zugang zu den gewünschten Angeboten und
  • zusätzliche Angaben zur Barrierefreiheit des zugehörigen Internetauftritts.

Die Suche ist themenbezogen, anhand von Stichwörtern oder alphabetisch möglich.

Mit dem aktualisierten Patientenwegweiser stellen wir ein umfangreiches Adressverzeichnis zur Verfügung und hoffen, dass er dazu beiträgt, die Suche nach geeigneten Ansprechpartnerinnen und -partnern zu vereinfachen. Wie bei allen Aktualisierungen kann es vereinzelt zu fehlerhaften Angaben kommen. Für diesen Fall wären wir Ihnen für einen kurzen telefonischen Hinweis unter 0234/91535-1910 oder per E-Mail an "info@patientenbeauftragter.nrw.de" sehr dankbar.

Link zum aktuellen Wegweiser >


27.01.2017 / Patientenbeauftragter vor Ort

Nachtbesetzung in stationären Einrichtungen der Pflege – (k)ein Thema?!

In Kooperation mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen, um die Nachtbesetzung in stationären Pflegeeinrichtungen zu erörtern. Pflegebedürftige Menschen haben einen Anspruch darauf, in der Einrichtung, in der sie wohnen, umfassend gepflegt zu werden – und zwar unabhängig von der Tageszeit. Die Veranstaltung beschäftigte sich daher unter anderem mit den Fragen, ob in den Pflegeheimen in der Nacht mehr Pflegefachkräfte eingesetzt werden müssen, nach welchen Kriterien die Nachtbesetzung erfolgt und wie in einzelnen Häusern damit umgegangen wird.

„Wir brauchen eine Entlastung der Pflegekräfte", sagte Pflegeministerin Barbara Steffens bei der Eröffnung der Veranstaltung  im Haus der Universität zur „Nachtbesetzung in der stationären Altenpflege". Steffens forderte vom Bund eine Reform der Pflegeversicherung mit dem Ziel, mehr Personal in der Pflege zu bekommen. Qualitätsverbesserungen in der Pflege dürften nicht länger hauptsächlich auf Kosten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen finanziert werden.

Für den NRW-Patientenbeauftragten Dirk Meyer ist klar: „Wir brauchen einen gesellschaftlichen Diskurs, wie viel uns allen eine gute Pflege wert ist."

Veranstaltungsinfo des MGEPA >


27.01.2017 / Patientenbeauftragter vor Ort

„Sonderregion Ruhrgebiet“ vor dem Ende?

Das IGES-Institut erstellt aktuell im Auftrag des Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) ein Gutachten zur „Sonderregion Ruhrgebiet“. Der Sonderstatus läuft Ende 2017 aus, wenn keine objektiven Fakten für eine Weiterführung benannt werden können. Die „Sonderregion Ruhrgebiet“ führt seit über 40 Jahren zu einer Schlechterstellung der Patientinnen und Patienten in der ambulanten haus- und fachärztlichen Versorgung. So liegt der hausärztliche Versorgungschlüssel fasst 30 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Bei einem Expertenworkshop in den Räumen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe wurden jetzt die bisherigen Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Auf der Basis eines Versorgungsvergleiches mit den Regionen „Rheinland“ und „Rhein-Main“ wurde überprüft, ob die in der Vergangenheit immer wieder angeführten Argumente für den Sonderstatus „kaum Mitversorgung von Umland, hohe Krankenhaus(betten)dichte und ein enges Verkehrsnetz“ tatsächlich relevant für eine „andere“  Versorgungssituation im Ruhrgebiet sind.

Das Forschungsergebnis kann man kurz und knapp zusammenfassen: sie sind es nicht! Damit wäre der Sonderstatus Ende 2017 aufgehoben.

Allerdings: Bei der Diskussion dieser Faktenlage wurde sehr deutlich, dass Krankenkassen- und Ärzte-VertreterInnen massive „Kollateralschäden“ befürchten, wenn der Sonderstatus schlagartig zum 01.01.2018 wegfällt. Denn obwohl der entsprechende Beschluss des G-BA vor fast fünf Jahren gefasst wurde, hat man in dieser Zeit keine Maßnahmen für einen Übergang zum Jahresende 2017 erarbeitet. Es wird die Gefahr gesehen, dass mit einer Gleichstellung des Ruhrgebiets ein „Sogeffekt“ von Haus- und Fachärzten entsteht, der zu einer Verschlechterung der Versorgung in schon jetzt strukturschwachen Regionen führen würden. Deshalb solle man am Besten gar nichts ändern, trotz der eindeutigen Forschungslage.

Dem widersprachen unter anderem Expertinnen und Experten der Patientenverbände und des Gesundheitsministeriums. Da keine objektiven Fakten für eine Weiterführung der „Sonderregion Ruhrgebiet“ festgestellt werden konnten, sei einzig ein „schleichenden Übergang“ von mehreren Jahren diskutabel, aber nicht ein „weiter so“.

Homepage des IGES-Institut >


27.01.2017 / Im Fokus

Patientinnen und Patienten mischen sich ein!

Die Patienten- und Selbsthilfeorganisationen in Nordrhein-Westfalen, die im PatientInnen-Netzwerk NRW und im Koordinierungsausschuss Patientenvertretung (gemäß § 140f SGB V) zusammengeschlossen sind, haben nach intensiven Beratungen auch mit dem Patientenbeauftragten der nordrhein-westfälischen Landesregierung gemeinsame Positionen zum Thema „Gesundheitsversorgung umfassend verbessern: Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten stärken“ abgestimmt.

Das Positionspapier bezieht sich auf eine Entschließung der Landesgesundheitskonferenz NRW zum gleichen Thema. Vorangestellt sind acht vorrangige Maßnahmen, die zur Umsetzung der Entschließung 2015 aus Patientensicht sinnvoll sind, insgesamt werden 30 Maßnahmen beschrieben.

Die Landtags- und Bundestagswahl im Jahr 2017 sind Anlass, über die bisherige und zukünftig Beteiligung und Beratung von Patientinnen und Patienten, ihren Angehörigen sowie ihren Interessenvertretungen in NRW nachzudenken und unsere Vorschläge und Forderungen in politisches Handeln umzusetzen.

In den kommenden Wochen soll dazu das Gespräch mit Parteien und Fraktionen gesucht werden.

Beteiligte im PatientInnen-Netzwerk NRW und im Koordinierungsausschuss NRW nach §140f sind: Gesundheitsladen Bielefeld und Köln, Gesundheitsselbsthilfe NRW, KOSKON NRW, LAG-Selbsthilfe NRW, Landesseniorenvertretung NRW, Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung NRW, Der Paritätische NRW, Selbsthilfekontaktstellen, SoVD NRW, VdK NRW, Verbraucherzentrale NRW.

Positionspapier: „Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten stärken“ >


25.01.2017 / Im Fokus

Neuer Beirat beim Landeskrebsregister NRW

Das Landeskrebsregister hat die Aufgabe, fortlaufend und flächendeckend Daten über das Entstehen, das Auftreten, die Behandlung und den Verlauf von Krebserkrankungen zu sammeln, zu verarbeiten, wissenschaftlich auszuwerten und zu publizieren sowie Daten für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Während für die epidemiologische Auswertung weiterhin Fragen zu der zeitlichen und räumlichen Verteilung und Häufigkeit bestimmter Krebserkrankungen und deren mögliche Ursachen im Fokus stehen, widmet sich die klinische Auswertungsstelle primär der Qualitätssicherung und der Darstellung der Ergebnisqualität des gesamten Behandlungsverlaufs von Krebspatientinnen und -patienten. Aktuell werden die organisatorischen und technischen Strukturen des Epidemiologischen Krebsregisters NRW in einem gestuften Prozess an diese neuen Aufgaben angepasst.

Gemäß § 6 Landeskrebsregistergesetz NRW soll das Landeskrebsregister NRW über einen Beirat verfügen, der das Register bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben berät. Dirk Meyer, Patientenbeauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen, wurde durch Gesundheitsministerin Barbara Steffens zum 1. Februar 2017 als Mitglied des Beirates berufen, zunächst über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Link zur Homepage des Landeskrebsregisters NRW >


01.01.2017 / Im Fokus

Neuregelungen im Jahr 2017 im Bereich Gesundheit und Pflege

Das Bundesministerium für Gesundheit hat auf seiner Homepage die wichtigsten Gesetze und Neuregelungen, die ab Januar 2017 gelten, zusammengestellt und erläutert. Wesentliche Änderungen gibt es etwa bei der Pflege ab 1. Januar 2017; das Pflegestärkungsgesetz II tritt in Kraft. Herzstück des Gesetzes ist eine neue Definition des Begriffs "Pflegebedürftigkeit" und ein differenzierteres Einstufungsmodell anhand von fünf Pflegegraden zur Bemessung der Leistungen aus der Pflegeversicherung. So ist mit der Neuregelung nun die Selbstständigkeit eines Menschen Maßstab für dessen Pflegebedürftigkeit. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff löst damit die alte Definition ab. Wie pflegebedürftig ein Mensch ist, wurde bisher vor allem anhand des zeitlichen Pflegebedarfs ermittelt. An Demenz erkrankte Menschen sind dabei oft durch das Raster gefallen, da sie körperlich häufig noch fit sind. Das neue Gesetz bringt laut des Bundesministeriums für Gesundheit mehr Leistungen für Pflegebedürftige, mehr Entlastung und Sicherheit für pflegende Angehörige und mehr Zeit für Pflegekräfte.

Über die folgenden Links erhalten Sie Informationen zu den Änderungen im Überblick:

Zweites Pflegestärkungsgesetz (PSG II)

Drittes Pflegestärkungsgesetz (PSG III)

Viertes Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften

Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG)

Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz

Beitragsfreiheit für Waisenrentner

Die Zweite Verordnung zur Änderung medizinprodukterechtlicher Vorschriften

Regionalisierung der Wirtschaftlichkeitsprüfung der Versorgung mit ärztlich verordneten Leistungen

Gesetz zur Umsetzung der Richtlinien (EU) 2015/566 und (EU) 2015/565 zur Einfuhr und zur Kodierung menschlicher Gewebe und Gewebezubereitungen

Rechengrößen für die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung

Link zur Mitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit >


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