MGEPA Patientenbeauftragte - Medizinische Behandlung in den Staaten der Europäischen Union

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Patiententelefon: 0234 91535 1940
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Medizinische Behandlung in den Staaten der Europäischen Union

Spätestens seit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2011/24/EU zur Öffnung der grenzüberschreitenden Versorgung zum 25.10.2013 haben sich die Behandlungsmöglichkeiten für europäische Patientinnen und Patienten erweitert und in vieler Hinsicht vereinfacht. So ist die vorausgehende Genehmigung einer Leistung durch die Krankenkasse nur noch in bestimmten Fällen, wie z. B. bei geplanten stationären Aufenthalten oder Rehabilitationen, erforderlich. Patientinnen und Patienten profitieren von der Ausweitung dieser Möglichkeiten sehr.

Gesetzlich Krankenversicherte (GKV) haben über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) in Notfällen oder bei akuten Erkrankungen Anspruch auf ärztliche Versorgung in einem Mitgliedsstaat der Europäische Union. Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie ist für die Leistungs- und Kostenerstattung einer medizinischen Behandlung nicht nur der medizinische Notfall entscheidend, sondern relevant ist, ob das deutsche Recht die gewünschte Behandlungsform vorsieht und diese im gewünschten Behandlungsstaat den dort Krankenversicherten ebenfalls zur Verfügung steht.

In den Geltungsbereich der Richtlinie fallen sowohl gesetzlich als auch privat Krankenversicherte, die gesetzlich festgelegten Regelungen zur Kostenerstattung gelten nur für Patientinnen und Patienten der GKV. Erstattet werden in der Regel die Behandlungskosten, die unter das Recht der gesetzlichen Krankenversicherung fallen, abzüglich eines Verwaltungskostenabschlags. Für Privatversicherte sowie Beihilfeberechtigte (u.a. Beamte) liegen gesonderte Regelungen zur Abrechnung der grenzüberschreitenden Behandlungen vor. So gelten für privat Versicherte bezüglich des Versorgungsumfangs immer die Bestimmungen ihres Versicherungsvertrags.

Im Zuge der neuen Richtlinie haben alle EU-Mitgliedsstaaten kostenfreie nationale Kontaktstellen eingerichtet, die Patientinnen und Patienten über die Behandlungsmodalitäten im jeweiligen Land informieren. Darüber hinaus gibt es weitere Organisationen, z. B. das Netzwerk „European Patients Empowerment for Customised Solutions“ (EPECS), das aus einer Kooperation niederländischer und deutscher Selbsthilfeorganisationen hervorging und in der Grenzregion von Deutschland und den Niederlanden  zur Verfügung steht.

Folgende Institutionen stehen interessierten Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Erste Ansprechpartner sind in jedem Fall die zuständigen Krankenkassen oder die:

Nähere Informationen und weitere Links zu diesem Thema finden Sie unter den folgenden Stichpunkten:

 

Erstellt am 21.09.2015

 

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